Dobova 2015
Dobova 2015

Wie Du bestimmt schon mitbekommen hast, ist die Winterversorgung der Flüchtlinge unter anderem entlang der „Balkanroute“ nahezu katastrophal.

Zum einen liegt dies daran, dass den offiziellen und internationalen Hilfsorganisationen häufig aus politischen Gründen die Einreise in die Transitländer verwehrt oder nur eingeschränkt erlaubt ist.
Zum anderen leisten die amtierenden Regierungen (oftmals aus politischem Kalkül) so gut wie keine oder nur völlig unzureichend Nothilfe, ebenso wie die regionalen humanitären Organisationen.

Folglich besteht vor allem im Winter ein dauerhafter Mangel an ausreichender Versorgung für die flüchtenden Menschen. Diese Engpässe können zurzeit nur durch Freiwillige und ungebundene Helfer aus dem Schengen-Raum gedeckt werden, da die Transitländer die europarechtlich gewährleistete Reisefreiheit für EU-Bürger nicht beschränken dürfen. Aus den genannten Beweggründen und unseren eindrücklichen Erfahrungen aus dem letzten Einsatz im November 2015 in Slowenien, sind wir weiterhin gewillt die Lage für die Menschen vor Ort so weit wie möglich zu verbessern. Da auch die Helferzahlen aufgrund der Witterungsbedingungen und dem sinkenden medialen Interesse immer weiter zurückgehen, ist ein regelmäßiger Einsatz umso wichtiger.

 

Denn: Humanitäre Hilfe sollte kein Privileg für ein paar wenige sein, sondern jedem Menschen der dieser bedarf bedingungslos zustehen. Not darf nicht als politisches Druckmittel verwendet werden, um die eigene politische Agenda durchzusetzen. 

 

Wir freuen uns über jede Form der Unterstützung!

 


"On the Border" von Sara Durmus: Teammitglied Aghyad im Interview (Dobova 2015)